NIS2 im Gesundheitswesen: Was MVZ jetzt beachten müssen
Mit NIS2 (BSI – Gesundheit)steigen die Anforderungen an Cybersicherheit in vielen Branchen deutlich an – auch im Gesundheitswesen. Besonders größere MVZ-Strukturen und medizinische Einrichtungen sollten sich frühzeitig mit den neuen Vorgaben beschäftigen, da Gesundheitsdienstleister ausdrücklich zu den relevanten Sektoren gehören.
Im Mittelpunkt stehen dabei Themen wie Risikomanagement, Sicherheitsüberwachung, Incident Response und die Absicherung kritischer Systeme. Unternehmen müssen künftig stärker nachweisen können, welche technischen und organisatorischen Maßnahmen umgesetzt wurden und wie Sicherheitsvorfälle erkannt sowie bearbeitet werden.
Auch die Verantwortung der Geschäftsleitung rückt stärker in den Fokus. IT-Sicherheit gilt immer weniger als reines IT-Thema, sondern zunehmend als organisatorische und strategische Führungsaufgabe. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an Dokumentation, Lieferantenkontrolle und die Absicherung von Cloud-Diensten.
Für MVZ bedeutet das vor allem, Sicherheitsmaßnahmen standortübergreifend zu vereinheitlichen und Prozesse nachvollziehbar zu dokumentieren. Besonders wichtig werden dabei Zugriffsschutz, Backup-Strategien, Netzwerksegmentierung, Schwachstellenmanagement und regelmäßige Sicherheitsprüfungen.

